Mit dem NSW Office of Energy and Climate Change (OECC) half ich beim Design eines Tools, das Begrünungs- und Wiederbewaldungsprojekte dabei unterstützt, sich an den Klimawandel anzupassen. Projektverantwortliche konnten damit künftige Klimamodelle mit ihren gewählten Arten vergleichen.
Diese Arbeit gewann einen Australian Good Design Award.
Kontext
Das Office of Energy & Climate Change führt New South Wales im Umgang mit den Herausforderungen eines sich rapide verändernden Klimas.
Gemeinsam mit Bürger:innen, politischen Entscheidungsträger:innen und Unternehmen prototypisierten wir ein Tool, das es jeder Person ermöglichen sollte, klimaangepasstes Saatgut mit Zuversicht zu pflanzen. So werden Handlungen von heute zu einem Beitrag für die Umwelt von morgen und für das Überleben unserer vielfältigen Ökosysteme.

Saatgutbeschaffung in der Realität
Die Wiederbegrünungsbranche ist komplex, und Projektmanager:innen arbeiten in sehr unterschiedlichen Kontexten. Manche sind kleine Gemeinschaften, die Lebensräume schützen wollen, andere große Bergbauunternehmen, die ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen, Minenflächen nach Schließung wiederherzustellen.
Viele dieser Projektvorgaben bedeuteten, dass ganz bestimmte Arten und Pflanzenvarianten vorgeschrieben waren. Man kann einer Person, die ein Gebiet wiederbegrünt, nicht einfach sagen, sie solle stattdessen eine völlig andere Pflanze wählen, die besser mit Hitze umgehen kann.
Was man kann: Werkzeuge bereitstellen, mit denen sich herausfinden lässt, ob genau diese Art bekanntermaßen an heißere Versionen des Mikroklimas des Projektstandorts angepasst ist — und es leicht machen, einen Teil des Saatguts oder der Jungpflanzen von dort statt ausschließlich lokal zu beziehen.

Unser Tool half Menschen dabei, diese Daten für ihren Begrünungsstandort zu durchdringen und zu entscheiden, wo sie Saatgut für klimaangepasste genetische Vielfalt beschaffen sollten und ob eine Art langfristig überhaupt tragfähig ist.
Der Kern des Tools
Im Kern des Prototyps stand ein kombinierter Datensatz, der die Eignung von Saatgut für einen konkreten Begrünungsstandort vorhersagen konnte.
Indem wir komplexe Klimamodellierung mit einem leicht benutzbaren Tool verbanden, machten wir es jeder Person möglich, die Klimaprognosen für ihre Arten und ihren Projektstandort sowie die langfristige Arteneignung zu erkunden.
Wenn man wiederbegrünt, will man natürlich auch genetische Vielfalt in der Auswahl von Saatgut und Setzlingen sicherstellen, um die Erfolgschancen zu maximieren. Diese Saaten sollten nicht die einzige Quelle sein, sondern eine ergänzende Quelle zu lokal beschafftem Material, um klimaangepasste genetische Vielfalt zu stärken.

Als Reaktion auf unseren Prototypen, der diese Daten in Bezug auf den jeweiligen Standort verständlich und navigierbar machte, sagte eine Projektleitung:
„Die Herausforderung besteht darin, die Zahlen zu knacken und herauszufinden, was wir eigentlich tun können. Ich freue mich einfach, dass so etwas entwickelt wird!“
Learning
Wiederbegrünung ist schon schwierig genug, und keine Regierungswebsite, die einem erklärt, wie man seine genetische Saatgutdiversität verändern soll, wird das Problem allein lösen. Baumschulen und Aufforstungsorganisationen sorgen sich in erster Linie um eine grundlegende Überlebensrate und um erfolgreiche Vermehrung.

Umweltdatenservices in der Regierung sollten unterstützen, ohne zu bevormunden, und ihre Kraft in Anpassung investieren, damit die Ergebnisse so glaubwürdig und zugänglich wie möglich werden. Wir müssen „Du musst“ vermeiden, weil Prioritäten komplex sind. Stattdessen sollten wir sagen: „Du könntest versuchen“ — und so klimafreundliche Projektentscheidungen ohne Druck oder Beschämung ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit
- Claudette Yazbek, Product Manager
- Simon Hopkins, Research
- Isobel Cummings, SME

